Wie bereiten sich die besten Tennis-Spieler auf Grand Slam Turniere vor?


Mit den French Open und Wimbledon steht in der Tennis-Welt wieder einmal ein heißer Sommer bevor. Die beiden Grand Slam Turniere werden den Profis alles abverlangen, natürlich auch körperlich. Genau deshalb geht es oft für die Spieler am weitesten, die auch am Ende des fünften Satzes noch etwas zuzusetzen haben. Wie bereiten sich die besten Tennis-Spieler auf diese Belastungen vor?

Vorbereitung des Heimgaranten in Wimbledon

Im Juli steht das Tennisturnier aller Turniere an, das altehrwürdige Wimbledon. Im Londoner Stadtteil wird das dritte Grand Slam Turnier des Jahres ausgespielt, inklusive dem berühmten Grasbelag. Der Favorit der meisten Zuschauer ist Jahr um Jahr natürlich der Brite Andy Murray. Die vielen Erfolge des Lokalmatadors lassen sich vor allem auf ein Fitness-Programm zurückführen, das es in sich hat. Noch nie galt der Brite als talentiertester Spieler auf der Tour, hatte nicht die Eleganz eines Federers oder die Extraklasse eines Rafael Nadal. Dennoch war es vor allem die harte Arbeit, die er Woche für Woche investierte, die ihn zu drei Grand Slam Titeln und 38 Wochen an der Spitze der Weltrangliste sowie zum mit Abstand besten britischen Tennisspieler seiner Generation führte. Der zweifache Wimbledon-Champion wird 2018 erneut nach dem Titel greifen, hat dafür bei Betway gar nicht einmal schlechte Quoten. Die Siegquote von 6,00 (Stand 7. Mai) liegt lediglich hinter Altmeister Roger Federer zurück. Der Schweizer geht als Rekordsieger in sein Lieblingsturnier.

Obwohl der Sport an sich bereits extrem intensiv und wettbewerbsorientiert geführt wird, setzt Murray mit seinem Trainingsregime noch einen obendrauf. Es kommt darauf an, auch über mehrere Stunden problemlos auf dem höchsten Level hinsichtlich Geschwindigkeit, Kraft, Ausdauer und Stärke zu agieren, selbst wenn die Temperaturen wie auf der ATP-Tour üblich einmal über 40°C steigen. Wenn Murray in Miami trainiert, dann führt er neben dem eigentlichen technischen und taktischen Üben auf dem Platz viel Arbeit im Fitnessstudio und auf der Laufbahn durch. Letztere bringt vor allem mit 400-Meter-Läufen etwas für die Ausdauer, während die Einheiten im Studio für Kraft und Balance hilfreich sind. Dabei legt Murray Wert darauf, die Bedeutung dieser Einheiten abseits des Platzes hervorzuheben und macht sie für den nachhaltigen Erfolg in seiner Karriere verantwortlich. Vor allem die eigene Mentalität könne so ebenfalls gestärkt werden. Hybridtennis.de bringt mit einer Übersicht die Trainingsprogramme aller Topspieler der letzten Jahr auf einer Seite zusammen. Insbesondere die Koordination steht dabei im Fokus und ist einfach in das persönliche Programm von Hobbyspielern zu integrieren.

Der König des Sandes greift neu an

Immer wieder warfen Verletzungen einen der besten Tennisspieler in der Sportgeschichte in den vergangenen Jahren zurück. Die Rede ist vom Spanier Rafael Nadal, der als König des Sandes gilt. Die French Open sind sein Turnier, auch im aktuellen Spieljahr soll er dort wieder triumphieren, wenn alles normal läuft. Doch was ist bei Nadal schon normal? Er ist wie Murray einer der fittesten Athleten auf der ATP-Tour und trainiert in einer gewöhnlichen Woche außerhalb der Saison sechs Tage je sechseinhalb Stunden. Immerhin vier davon finden auf dem Tennisplatz statt, die anderen beiden im Pool oder dem Fitnessstudio. Ein großer Teil des Fitnesstrainings liegt in den Sprints, die für das Spiel Nadals von großer Bedeutung sind. Während seiner Spiele kann man als markantestes Alleinstellungsmerkmal stets die Sprints zurück an die Grundlinie beobachten, die er als mentale Orientierung nutzt. Nadal erklärt, dass es sich nicht um Einschüchterung des Gegners handelt. Vielmehr sei es: "[...] dass ich sage, 'OK, es geht wieder los!'" Neben den Springs und Ausdauerläufen fügt der Spanier seinem persönlichen Workout auch Bewegungen nach links und rechts hinzu, um Koordination und Balance zu verbessern.

Traditionell hat Rafael Nadal öfter Probleme mit den Knien, als ihm lieb ist. Deshalb arbeitet er mit seinem persönlichen Physiotherapeuten Rafael Maymo gezielt daran, das Knie möglichst entspannt in Trainingseinheiten und den Wettkampf zu führen. Maymo übernimmt das Stretching vor und nach jedem Workout, legt den Fokus dabei vor allem auf eine Massage des Quadrizeps und weiteren Muskeln, die das Knie anheben. Auch der eigene Pool im Haus auf Mallorca sorgt für Möglichkeiten, bei Schmerzen dennoch zu trainieren. So führt Nadal zu diesem Zeitpunkt vor allem Aerobic-Übungen durch. Wenn das Knie vollkommen in Ordnung ist, geht es auf das Wobbel Board. Dieses soll Koordination, Fußarbeit, Beweglichkeit und Balance verbessern. Angesichts des Werdegangs von Rafael Nadal scheint es dies recht erfolgreich zu tun. Eine typische Lauf-Routine unterdessen sieht beim Spanier wie folgt aus: 7 Minuten Aufwärmen, 10 Minuten Intervall-Training, 7 Minuten herunterkühlen.

Als Tennisprofi stets auf dem höchsten Fitnesslevel zu bleiben, ist angesichts des stressigen Kalenders nicht besonders einfach. So erhält die Zeit außerhalb der Saison besondere Bedeutung für den Aufbau der nötigen Grundlagen.

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