Der Aufstieg des MMA – Wie Mixed Martial Arts zunehmend massentauglich wird


Bei der Sportart MMA handelt es sich nicht umsonst um eine der berüchtigtsten und respektiertesten Kampfsportarten überhaupt.

Anders als viele andere Disziplinen hat Mixed Martial Arts, wörtlich übersetzt Gemischte Kampfkünste, keine lange Tradition oder kulturelles Erbe aus vergangenen Jahrhunderten anzubieten. Vielmehr handelt es sich um einen Sport, der sich aus Elementen verschiedenster Kampfsportarten wie etwa Thaiboxen, Kickboxen, Brazilian Jiu Jitsu und anderen bedient hat, um eine Disziplin mit nur wenigen Regeln und maximalen Möglichkeiten zu schaffen. Während es sich früher um einen Szenesport handelte, der keine Salonfähigkeit besaß, wird MMA heute immer populärer. Was sind die Gründe für die neue Offenheit unserer Gesellschaft gegenüber der blutigen Kampfsportart? Wie sieht die Zukunft des MMA aus und weshalb schauen immer mehr Menschen MMA in der Freizeit?

MMA statt Fußball – Mehr Authentizität und Volksnähe

Für viele Menschen scheint der Fußball immer mehr zu einer Sportart zu mutieren, in der die Liebe und Treue zu Vereinen, Trainern und dem Heimatteam verloren geht. Stattdessen stellt Geld den einzig nennenswerten Beweggrund für viele Spieler dar. Auch die zahlreichen Schwalben im Spiel, bei denen sich hochdotierte Spieler aufgrund minimaler Berührung schon vor Schmerzen krümmen, stoßen ebenfalls vielen Fans negativ auf. Gerade die scheinbar immer mehr abgekapselte Welt des Fußballs öffnet alternativer Abendsportunterhaltung wie etwa MMA Tür und Tor. Während beim Fußball viele Menschen den Eindruck haben, dass es sich um zunehmend gekünstelte Spiele handelt, ist Mixed Martial Arts natürlicherweise das genaue Gegenteil davon: Angesichts von Blut, Schweiß und realen Emotionen der Kontrahenten ist das Verfolgen des Sports oft sehr spannend und praktisch immer actiongeladen. Das ist mitunter ein Grund, warum zunehmend mehr Menschen MMA Kämpfe sehen möchten und Live-Wetten platzieren und den Sport auch am heimischen Fernseher verfolgen.

Die vorbildliche Fitness eines MMA-Kämpfers

Der Fitness-Hype in Deutschland und der westlichen Welt allgemein ist wohl an niemanden vorbeigegangen. Dass MMA hier zu den Profiteuren gehört, verwundert auf den zweiten Blick überhaupt nicht. Denn während beispielsweise Fußballer sich oft vor allem durch starke Beinmuskulatur auszeichnen, zählt bei dem Vollkontaktsport MMA natürlich das Gesamtpaket. Gleichzeitig sind besonders weniger schwere Gewichtsklassen populär. Hier finden sich anders als zum Beispiel im Bodybuilding auch nicht enorm schwere und extrem muskelbepackte Athleten wieder. Vielmehr sprechen MMA-Kämpfer wie Connor McGregor das Ideal der Gegenwart an. Muskulös, trainiert und schlank präsentieren sich viele Athleten, die damit stark den herrschenden Vorurteilen gegenüber den Kampfsportarten entgegentreten. Es handelt sich eben nicht um Männer mit 120 Kilo und mehr, sondern um definierte Proportionen, funktionale Muskeln und Athleten mit Waschbrettbauch. Eigenschaften, die durch CrossFit, Bodyweight Training und andere Formen der Fitness sehr gut zur Mitte der Gesellschaft passen.

Galllionsfigur Connor McGregor wird gerne genannt, wenn es um das Thema MMA geht. Durch sein oftmals kontroverses Auftreten in der Öffentlichkeit und die geschickte Vermarktung seiner Person schaffte es der Sportler oftmals, den Fokus auf sich selbst und auf MMA zu setzen. Das hat langfristig zu einer größeren medialen Aufmerksamkeit und damit zur Beliebtheit des Sports geführt. Nicht zuletzt ist der irische Athlet für viele ein sympathisches Vorbild, das gerne auch außerhalb des MMA-Käfigs verfolgt wird.

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